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Foto: Braunkohletagebau in Schöningen /Niedersachsen: Der Zuwachs an Erneuerbaren bremst die Fossilen bislang nur wenig.

 

 

 

Mit »grünem Kapitalismus« das Klima retten?

Im Jahr 2018 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland erstmals über 40 Prozent. Gute Nachrichten, möchte man zunächst konstatieren. Die Zahlen relativieren sich allerdings stark, wenn man einerseits den »Jahrhundertsommer« berücksichtigt, der mit seiner außergewöhnlich hohen Zahl an Sonnenstunden verantwortlich für den gestiegenen Solaranteil war. Stutzig macht zum Anderen auch, dass das Wachstum an Ökostrom die wahren Klimakiller bislang kaum verdrängen kann. So berichtet u.a. die »TAZ«, dass der Braunkohleanteil nur um magere zwei Prozent zurückgegangen sei.

Ein interessantes Denkmodell entwickelt dazu TAZ-Redakteur Ingo Arzt. Seine These: Um das Klima zu retten, sollten wir einfach das Werkzeug nutzen, das uns seit 150 Jahren so wohlbekannt ist – den Kapitalismus! Umwelt- und Klimaschutz muss zum Geschäft des Jahrhunderts werden.

Grafik-Energiemanagement

Den Strom dort nutzbar machen, wo er benoetigt wird: Die große Zukunftsherausforderung fuers Datenmanagement.

Wie kann das funktionieren? Erneuerbare Energien sind zwar – im Gegensatz zu den fossilen – überall verfügbar, aber oftmals genau nicht zu der Zeit, wenn sie benötigt werden (etwa die Sonne im Winter …). Zudem bereitet die Speicherung noch immer große Probleme. Ein weltweit vernetztes Energiesystem müsste so effizient gesteuert werden, dass der Strom, den die Natur erzeugt, sofort dort zur Verfügung steht, wo er gebraucht wird. Das geht nur mit einem ausgeklügelten Datenmanagement. Wer so ein System entwickelt, so prognostiziert Arzt in seinem Kommentar, wird zum großen Gewinner werden. Vielleicht kaufen wir unseren Strom bald bei Apple, Google & Co.?

Damit diese Denkweise in den Lobbys der Welt ankommt, muss die Politik Anreize schaffen: Steuervorteile für klimafreundlich produzierende Betriebe etwa; und verhindern, dass Zusatzaufwendungen sozial unverträglich auf die Bevölkerung abgewälzt werde. Sonst wenden sich die eigenen Bürger von Maßnahmen zum Klimaschutz ab und finden zum Teil drastische Wege für ihren Protest gegen ungerecht empfundene Belastungen. Die aktuellen Vorfälle in Frankreich sind hier mahnendes Beispiel.

Unser ausführlicher Beitrag ist im radius30-Sonderheft »Erneuerbare Energien« erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

#Kapitalismus #Klimaschutz #Datenmanagement #Erneuerbare

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